Psychologische Selbsthilfe: Ein Weg aus der Ohnmacht hin zu mehr Lebensqualität

Selbsthilfe in der Psychologie dient in erster Linie dazu, extreme und persönlich einschneidende Erlebnisse, beispielsweise einen Todesfall, Unfall, Überfall, eine Naturkatastrophe, Erlebnisse im Berufskontext oder auch extreme Ängste und Phobien selbständig im Alltag emotional beherrschen und auffangen zu können, um zu jeder Zeit handlungsfähig zu bleiben. Es geht darum, mögliche emotionale Belastungen kontrolliert zu verringern beziehungsweise zu lernen, sich eigene Schutzräume aufzubauen beziehungsweise aufzusuchen.

Ferner lernt man im Rahmen der Hilfe zur Selbsthilfe, Handlungsoptionen zu entwickeln, um das Gefühl der Ohnmacht zu umgehen. Oberstes Ziel ist es, die aktuelle Lebenssituation durch professionelle Anleitung in den Griff zu bekommen und langfristig gut mit Belastungen umzugehen lernen.

Mit seelischen Belastungen umgehen lernen

Diese professionelle Anleitung erhält man zum Beispiel während einer Psychotherapie: Hier lernen Betroffene, mit welchen Strategien sie ihr Leben nach extremen Einschnitten gut meistern können. Dies ist aus Sicht der Psychologie zentral, um auf Dauer ein seelisches Gleichgewicht zu halten und das innere Gleichgewicht nicht zu verlieren. Dies würde zu dauerhaftem Unwohlsein und zu psychischen und physischen Erkrankungen führen.

Anwendungsbereiche der psychologischen Selbsthilfe sind Extremereignisse sowie Ängste, Phobien, Bewältigung von schweren Krankheiten samt Verlust von Lebensqualität oder auch belastende Berufe. Sehr gängig sind Selbsthilfegruppen, in den sich Betroffene mit Gleichgesinnten unter professioneller Leitung austauschen können. Aber auch im Internet findet man kompetente Selbsthilfe-Communitys, welche persönliche Fragen beantworten und unterstützend zur Seite stehen.

Die Selbsthilfekräfte aktivieren

Durch Selbsthilfe werden Menschen in die Lage versetzt, trotz extremer emotionaler Belastungen ein mehr oder weniger zufriedenes Leben zu führen. Sie lernen Mittel und Wege kennen, bestimmte Situationen als weniger belastend zu empfinden.

Was ist der Ansatzpunkt der Selbsthilfe in der Psychologie? Grundlegend geht man davon aus, dass jeder Mensch die Fähigkeit besitzt, sich selbst zu helfen. Im Rahmen einer Psychotherapie kann man etwa lernen, mit welchen Methoden und Strategien mit belastenden Situationen umgegangen werden kann. Es geht also im Wesentlichen darum, sich selbst daraufhin zu sensibilisieren, wie bestimmte Situationen erlebt werden und welche Wege es gibt, diese Situationen so erträglich wie möglich zu machen. Die Psychologie bietet hierbei Hilfe zur Selbsthilfe, da Betroffene lernen, selber effektiv mit Belastungen umzugehen.

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