Wie Sie Antriebslosigkeit überwinden

Antriebslosigkeit

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Müdigkeit, gedrückte Stimmung, schon die kleinste Tätigkeit wird als zu anstrengend empfunden? Dies sind Zeichen von Antriebslosigkeit, die jeder mal an sich bemerkt. Wenn sie sich allerdings häufen, gar zum Dauerzustand werden, Sie ständig müde sind, schlechte Stimmung in eine depressive Verstimmung ausartet und sämtliche Tätigkeiten als zu anstrengend empfunden werden oder Dinge, die Ihnen mal Freude bereitet haben, Ihnen jetzt nicht mal mehr ein müdes Lächeln entlocken, sollten Sie womöglich einen Arzt aufsuchen um die Ursachen ihrer Antriebslosigkeit aufzudecken und diese zu behandeln.

Symptome von Antriebslosigkeit

Wir können nicht immer motiviert sein und auch, dass wir manchmal Dinge erledigen müssen, auf die wir absolut keine Lust haben, ist normal. Krankhafte Antriebslosigkeit geht jedoch über normale Motivationslosigkeit hinaus. Sie äußert sich in einer andauernden Lustlosigkeit, auch gegenüber Dingen, die normalerweise Freude bereiten, wie ein Hobby oder das Treffen von Freunden. Sie ist gekennzeichnet von ständiger Müdigkeit, auch bei ausreichend Schlaf, manchmal auch von Konzentrationsstörungen und konstanter schlechter oder mindestens gedrückter Stimmung. Von außen lassen sich häufig auch Emotionslosigkeit und Bewegungsarmut feststellen. Menschen mit Antriebslosigkeit haben ein erhöhtes Schlafbedürfnis und wenig Energie – auch schon für einfach Tätigkeiten. Schon alltägliche Anforderungen werden zur Herausforderung. Die Stärke des Antriebs ist dabei variabel. Nicht immer handelt es sich um einen kompletten Verlust des Antriebs, auch leichte Antriebsschwächen sind möglich. Diese sind häufig jedoch auch Vorboten für eine drohende Antriebslosigkeit.

Ursachen von Antriebslosigkeit

Es gibt vielfältige Ursachen für Antriebslosigkeit, die sowohl physischer als auch psychischer Natur sein können. Vorübergehende Erschöpfungszustände, zum Beispiel nach einer stressigen Arbeitszeit sind normal, erst wenn die Antriebslosigkeit lange Zeit anhält, nicht allein durch Stress oder beispielsweise einen drohenden Infekt erklärbar ist und im Alltag als einschränkend empfunden wird, sollte nach weiteren Ursachen gesucht werden. So kann zum Beispiel eine Mangelernährung zu Antriebslosigkeit führen. Vor allem ein Mangel an Vitamin B12*, Eisen oder Folsäure äußert sich auf Dauer in einem Verlust des Antriebs. Auch Erkrankungen der Schilddrüse haben häufig eine Verringerung des Antriebs zur Folge. Als psychische Ursachen kommt vor allem die Depression in Frage. Diese Erkrankung ist klassischer Weise von schlechter Stimmung und Antriebslosigkeit geprägt. Aber auch Schizophrenieerkrankungen und Suchterkrankungen können Antriebslosigkeit als Symptom haben. Heutzutage wird außerdem vor allem das Burnout-Syndrom mit chronischer Antriebslosigkeit in Verbindung gebracht. Da die Ursachen vielfältig sind, ist es umso wichtiger, dass Sie bei bestehender Antriebslosigkeit einen Arzt aufsuchen.

Diagnose und Verlauf

Zur genauen Abklärung der Ursachen der Antriebslosigkeit wird der Arzt eine genaue Anamnese durchführen. Dazu gehören eine genau Befragung des Patienten zu seinen Gewohnheiten bezüglich Ernährung, Bewegung, soziale und berufliche Situation aber auch gegebenenfalls zu Vorerkrankungen, belastenden Erlebnissen, Medikamenten- oder Drogenkonsum. Außerdem erfolgt eine körperliche Untersuchung in Form von Blutuntersuchungen und unter Umständen weiteren Untersuchungen wie Ultraschall, MRT oder EEG. Lässt sich eine körperliche Ursache für die Antriebslosigkeit feststellen, verschwindet diese meist mit der Behandlung der ursächlichen Erkrankung. In manchen Fällen jedoch ist eine langwierigere Therapie notwendig, zum Beispiel wenn eine Depression festgestellt wird. Hier können Medikamente oder eine Ernährungsumstellung eine Psychotherapie nicht ersetzen.

Antriebslosigkeit – was kann ich tun?

Bei starker Antriebslosigkeit ist eine Psychotherapie dringend zu empfehlen. Es gibt jedoch ein paar Dinge, die Sie bereits selbst tun können um Antriebslosigkeit zu lindern oder dieser vorzubeugen. Diese Tipps sind vor allem dann wirksam, wenn sich eine Antriebsschwäche abzeichnet, bei der noch ohne fremde Hilfe eingegriffen werden kann.

Bewegung an der frischen Luft

Bei Antriebslosigkeit rutscht man schnell in einen Teufelskreis. Wenig Lust auf Bewegung führt dazu, dass der Antrieb weiter geschwächt wird. Denn Bewegung – vor allem an der frischen Luft – ist eines der effektivsten Mittel gegen Antriebslosigkeit. Wenn es Ihnen schwer fällt sich aufzuraffen, schließen Sie sich doch zum Beispiel einer Wander- oder Sportgruppe an oder bitten Sie einen Freund gemeinsam mit Ihnen für mehr Bewegung in Ihrem Alltag zu sorgen. Schon gemeinsame Spaziergänge können Wunder bewirken. Wenn Sie dabei noch Sonne tanken, umso besser – das dadurch produzierte Vitamin D* erhöht ebenso den Antrieb.

Ausgewogene Ernährung

Essen macht glücklich und fit – achten Sie daher auf eine ausgewogene Ernährung. Fettiges Essen und viel Zucker sind Gift für den Antrieb, so ist auch Übergewicht eine häufige Ursache für Antriebslosigkeit. Wenn Sie dagegen auf ausreichend Vitamin- und Nährstoffzufuhr, insbesondere Vitamin B12, Eisen und Folsäure achten, können Sie Ihren Antrieb steigern und Antriebslosigkeit vorbeugen. Zusätzlich kann allein schon das Zubereiten leckerer und gesunder Speisen – vielleicht sogar gemeinsam mit dem Partner oder Freunden – die Lust und Motivation erhöhen.

Über Sorgen sprechen

Antriebslosigkeit kann auch auf emotionale Konflikte oder ein geringes Selbstwertgefühl zurück zu führen sein. Bevor sich eine Antriebsschwäche zu einer richtigen Depression steigert, ist es daher wichtig emotionalen Ballast loszulassen – entweder durch Sport oder Entspannungsverfahren oder aber klassisch, indem eine Vertrauensperson kontaktiert wird. Über Sorgen zu sprechen, kann helfen die emotionalen Konflikte zu lösen, sodass eine Antriebsschwäche unter Umständen gar nicht erst entsteht. Hier kann auch eine Psychotherapie helfen, die richtigen Strategien gegen Antriebslosigkeit zu finden.

Mit diesen Tipps kann Antriebslosigkeit vorgebeugt werden. Sollte diese schon bestehen, ist es jedoch wichtig, einen Arzt oder Psychotherapeuten aufzusuchen. Dann kann auch eine extreme Antriebslosigkeit erfolgreich behandelt werden.

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